In Stuttgart-Untertürkheim, wo bekanntlich weltberühmte Autos hergestellt werden, stand auch die Wiege der SPIETH-Schießanlagen. Als die Untertürkheimer Sportschützen im Jahre 1934 einen Kleinkaliber- und Pistolen-Schießstand erstellen wollten, merkten sie bald, daß ihr Grundstück auf Granitfelsen stand, so daß der notwendige Zeigergraben nur mit kostspieligen Sprengungen hätte gebaut werden können.
Zum Glück hatten sie einen hochkarätigen schwäbischen Tüftler in ihren Reihen, denn dort konstruierte und montierte Ernst K. Spieth seine erste elektro-automatische Scheibentransportanlage, bei welcher ein Scheibenwagen auf Drähten laufend hin und her fuhr, so daß Zeigergraben und Anzeiger überflüssig geworden waren.
So wurde aus der Not eine Tugend, aus dem Hobby ein Beruf, denn bald wollten viele Vereine, Gemeinden und Städte diese neue Art von Schießstandeinrichtungen haben, weil zusätzlich auch ein Maximum an Sicherheit erreicht wurde, da sich niemand mehr vor den Schützen befand.
Dem rasanten Aufbau folgte eine schnelle Ernüchterung, denn der Krieg erschwerte die Produktion von Sportschießanlagen. Besser ging es noch in Österreich, wo ein Zweigbetrieb und daraus der berühmte Landeshauptschießstand in Innsbruck entstand, damals mit 100 vollautomatischen Kleinkaliberständen und 30 Pistolenständen die größte und modernste Schießanlage Europas.
Dann kam der große Stillstand, aber auf dem Reißbrett entstanden neue, moderne Modelle und im Hinterstübchen Prototypen. Als der Deutsche Schützenbund nach dem Krieg wiedererstand und mit dem Luftgewehr seine ersten Gehversuche machte, konnte Ernst K. Spieth auch dafür Schießanlagen anbieten. Es folgten Konstruktionen und Einrichtungen für alle neuen nationalen und internationalen Wettbewerbe. Inzwischen war man auch im Ausland aufmerksam geworden und hat die Vorzüge von SPIETH-Schießanlagen erkannt. Als im Jahre 1960 die Schützen aus aller Welt zu den XVII. Olympischen Spielen nach Rom eingeladen wurden, ging es auf dem Olympia-Schießstand Umberto I zum ersten Mal um olympische Medaillen, ermittelt auf SPIETH-Scheibentransportanlagen.
Das Fertigungsprogramm wurde erweitert um Schießanlagen für jagdliches Schießen, insbesondere wurden vollautomatische Trap- und Skeetmaschinen entwickelt, wodurch Hilfspersonal eingespart und die immer teurer werdende menschliche Arbeitskraft ersetzt werden konnte. SPIETH entwickelte sich zur führenden und einzigen Fachfirma der Welt, die für Großveranstaltungen alles aus eigener Produktion liefern konnte. Angefangen vom Schießen auf die 10 m- bis hin zur 300 m-Distanz, Pistolenstände, laufende Scheiben und Wurftaubenanlagen, sowie spezielle Zieleinrichtungen für das Verteidigungsschießen; alles kommt aus einer Hand.
Diese Anlagen werden neuerdings zum großen Teil auch mit einer elektronischen Treffererkennung und -auswertung versehen, eine Entwicklung, die ohne jeden Zweifel die Zukunft des Schießens darstellt. Aber auch Schalldämmungsmaßnahmen, Holzarbeiten und Sicherheitseinrichtungen werden von SPIETH-Technikern montiert. Hierbei kommt nicht zuletzt die Erfahrung aus dem SPIETH-Kegelbahnenbau zum Tragen. Diese große Erfahrung wird immer mehr an Wichtigkeit gewinnen, da in letzter Zeit aufgrund der verschärften gesetzlichen Bestimmungen die Tendenz weg vom ungedeckten Stand hin zur Raumschießanlage geht.
Kein Wunder also, daß immer mehr Schießanlagen für die Durchführung von Welt- und Erdteilmeisterschaften in allen Kontinenten, für Panamerikanische, Asiatische, Mittelmeer, Karibische, Südostasiatische und Commonwealth-Spiele von SPIETH eingerichtet wurden, weil die inzwischen mehr als 60jährige Praxis und Erfahrung ein durch nichts zu ersetzender Sicherheitsfaktor für jeden Veranstalter geworden ist.
Höhepunkte und Herausforderung zugleich sind im Hause SPIETH natürlich immer wieder Olympische Spiele, die nach Rom - Mexiko - München - Montreal - Moskau - Los Angeles - Seoul und Barcelona in allen olympischen Wettbewerben auf SPIETH-Schießanlagen ausgetragen wurden. 1992 in Barcelona war es erstmals möglich , daß jedes Trefferergebnis sofort dem Zuschauer elektronisch angezeigt wird. Und zwar bei Trap und Skeet genauso wie beim Kugelschuß und der laufenden Scheibe. Computer berechnen laufend den neusten Stand der Rangliste. Über Großanzeige wird der Zuschauer brandaktuell auf dem Laufenden gehalten. Die Spannung wird mit jedem Schuß größer, bis das letzte Schußergebnis sich in die Rangliste eingereiht hat.
Aber deshalb sind wir nicht übermütig geworden und beraten, bedienen und betreuen den kleinen Schützenverein mit derselben Sorgfalt und Hilfsbereitschaft, wie den Olympia-Veranstalter, denn wir wissen nach über einem halben Jahrhundert Praxis nur zu genau, daß Vereine die Wurzeln des Schießsports und damit die Lebensader der Fachindustrie sind.
Bei SPIETH dreht sich alles um den Sport. Chef, Verkaufsleiter, Konstrukteure und Monteure sind Jäger oder Sportschützen, so daß man weiß, was Schützen brauchen.
Weil wir Hobby und Beruf verbinden können, haben wir Freude am Gestalten und Konstruieren moderner Schieß- und Sportanlagen, und darum wollen wir immer noch besser werden.
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